Legionellen

Hotels, Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, Sportstätten, aber auch die Wohnungswirtschaft sehen sich mehr und mehr mit der Problematik der Verkeimung der Trinkwasserinstallation durch Legionellen konfrontiert. 

 

Was bezeichnet man als Legionellen?

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die weltweit im Süßwasser vorkommen. Legionellen vermehren sich in einem Temperaturbereich von 25°C bis 55°C sehr stark. Die Gefahr eines hohen Legionellenaufkommens besteht vor allem in Trinkwarmwasser-Rohrleitungsnetzen, die in dem o.g. Temperaturbereich betrieben werden und bei denen ein zu geringer Wasser-austausch stattfindet. Dieses stehende Wasser (Stagnation) begünstigt die Bildung eines Nährbodens, der auch als Biofilm bezeichnet wird. 


Legionellen gelangen häufig durch das Einatmen von belastetem Wasserdampf, z.B. beim Duschen, in die Lunge. In Folge kann es zu tödlich verlaufenden Lungenentzündungen oder schweren Infektionen (Pontiac-Fieber) kommen. Eine direkte Gefährdung durch das Trinken von legionellenhaltigem Wasser besteht in der Regel nicht. 

 

Wo traten Legionellen erstmalig auf?

Entdeckt wurde das Bakterium in den 30er Jahren in den USA (Pontiac-Fieber). Bei einem Treffen von Kriegsveteranen 1976 in einem Hotel in Philadelphia USA erkrankten 180 ehemalige US-Soldaten schwer, einige von ihnen starben. Auch in der aktuellen Presse wird die Gefährdung deutlich: Info vom Tagesspiegel 02.11.2011: “Die Hertha-Profis duschen fremd – schon seit vergangener Woche ist ihre Duschanlage im Block 6B im Olympiapark gesperrt – vorsorglich wegen Legionellen-Verdachts.“


Nach den Ergebnissen der Capnetz-Studie** verursachen Legionellen in Deutschland jährlich rund 500.000 Infektionen, davon verlaufen rund 6 % tödlich (die Angaben differenzieren nicht nach Expositionsrouten; möglicherweise ist das Trinkwasser in Gebäuden die Hauptquelle, dies ist jedoch nicht belegt). Somit sind sie mit Abstand der relevanteste Umweltkeim, vor dem es die Bevölkerung zu schützen gilt. Die wesentliche Forderung der Trinkwasser-verordnung besteht darin, dass an den Entnahmestellen jederzeit Wasser in hygienisch einwandfreiem Zustand zur Verfügung stehen soll.

 

** Quelle UBA/-von Baum H, Ewig S, Marre R, Suttorp N, Gonschior S, Welte T, Lück C and CAPNETZ Study Group, 2008. Community-acquired Legionella pneumonia. New insights from the German competence network for community acquired pneumonia. Clin Infect Dis46[9], 1356-1364.

 

Unsere Tätigkeiten:

 

  • Begehung der Liegenschaften
  • Orientierende Legionellenuntersuchung  
  • Bei Bedarf weitergehende Untersuchungen 
  • Thermische und chemische Desinfektion von Trinkwasseranlagen 
  • Gefährdungsanalysen

 

 

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