Chemische Parameter

In den Trinkwasserverteilnetzen innerhalb von Gebäuden kann aufgrund der eingesetzten Werkstoffe für Behälter, Rohre und Armaturen die Konzentration von chemischen Parametern ansteigen. Auch die Konstruktion der Hausinstallation, die Betriebsbedingungen wie Fließ- und Stagnationszeiten, das Verbraucherverhalten und nicht zuletzt das Alter der Trinkwasserinstallation haben Einflüsse auf die Trinkwasserqualität. Die chemische und physikalische Beschaffenheit des Trinkwassers spielt ebenfalls eine nicht zu vernachlässigende Rolle. 


Durch die Vielfalt und die Überlagerung dieser Einflüsse können die Messergebnisse in Proben von der Entnahmestelle des Verbrauchers nicht nur örtlich von Zapfhahn zu Zapfhahn, sondern auch zeitlich über nennenswerte Größenordnungen variieren. Bei der Bewertung der Ergebnisse müssen deswegen die örtlichen Verhältnisse der Probenahmestelle und die Bedingungen der Probenahme berücksichtigt werden.


Wir führen weitere Trinkwasseruntersuchungen nach Chemischen Parametern gemäß novellierter TrinkwV2011 Anlage 2, Teil II durch.  

Für klassische Hausinstallationen bietet sich die Kontrolle auf Blei, Kupfer, Nickel, Cadmium, Eisen und Mangan an.

Für Anlagen, die mit einem Epoxidharz innenbeschichtet wurden, ist eine Untersuchung auf Epichlorhydrin, Vinylchlorid und Bisphenol A sinnvoll.


Die Anzahl der erforderlichen Proben richtet sich nach der Aufgabenstellung.
Gemäß den aktuellen Vorgaben ist die Überprüfung in Form einer gestaffelten Probenahme (gestaffelte Stagnationsbeprobung) durchzuführen. Dabei wird Trinkwasser des Versorgers zu Beginn einer 4-stündigen Stagnationsdauer untersucht (S0-Probe). Der nach der Stagnationszeit entnommene erste Liter (S1-Probe) ist maßgeblich durch die Entnahmearmatur beeinflusst, während der zweite Liter (S2-Probe) als eine Installationsprobe angesehen werden kann.

 

 

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