Trinkwasseruntersuchung

Unsere Leistungsbausteine können Sie, je nach Erfordernis, individuell beauftragen. Wir sind lokal vor Ort und bieten Ihnen neben den vorbereitenden Tätigkeiten, der Begehung der Liegenschaft und Festlegung des erforderlichen Probenumfangs, der jährlichen orientierenden Probenahme auch eine umfassende Betreuung für den Fall einer mit Legionellen belasteten Anlage an.


 

Wen betrifft die Trinkwasserverordnung?

Die Trinkwasserverordnung richtet sich an die Betreiber bzw. Inhaber einer Trinkwasserer-wärmungsanlage (Großanlagen). Diese sind verpflichtet, ihre Anlage auf Legionellen untersuchen zu lassen. Als Großanlagen gelten Trinkwassererwärmer mit mehr als 400 Litern Speichervolumen und/oder einem Rohrleitungsinhalt der Warmwasserleitung, vom Abgang des Trinkwassererwärmers bis zur weitesten Entnahmestelle, von mehr als 3 Litern. Dies betrifft alle Mehrfamilienhäuser mit einer zentralen Trinkwassererwärmungsanlage, in denen Wohnungen vermietet, entgeltlich zur Nutzung überlassen oder für sonstige gewerbliche Zwecke genutzt werden.


Beantworten Sie die nachfolgenden 3 Fragen mit "Ja", sind für Ihr Objekt die Vorgaben der neuen Trinkwasserverordnung anzuwenden:


 

1. Liegt eine gewerbliche Nutzung vor?

Eine gewerbliche Nutzung liegt dann vor, wenn Wohnraum vermietet wird. Zum Beispiel: 

Die Eigentümer einer WEG nutzen die Wohnungen selbst:

-> Es liegt keine gewerbliche Nutzung vor. 


 

Vermietet nur ein Eigentümer eine Wohneinheit:

-> Es liegt eine gewerbliche Nutzung vor.

 

2. Handelt es sich um eine Großanlage?

Um eine Großanlage handelt es sich, wenn ein Trinkwasserspeicher mit mehr als 400 Litern Speichervolumen eingenaut ist und/oder Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Litern Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und Zapfstellen installiert wurden.

 

3. Sind die Liegenschaften mit Duschanlagen oder Handbrausen ausgestattet?

Dann gilt die Verordnung für alle Mehrfamilienhäuser größer 3-4 Wohnungen. 



 

Welche Aufgaben und Pflichten bestehen für Eigentümer, Betreiber und Verwalter? 

Die Verordnung ist am 01.11.2011 in Kraft getreten und wurde am 13.12.2012 zum 2. Mal novelliert. Die ersten Wasserproben müssen bis zum 31.12.2013 (gemäß Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnunggenommen werden. In der Folge sind in einem 3-jährigen Intervall die Wasserproben nach DIN EN ISO 19458 zu nehmen und das Ergebnis ist innerhalb von 14 Tagen den Nutzern mitzuteilen. Der Prüfbericht ist für zehn Jahre zu archivieren. Das Gesundheitsamt erhält nur dann die Befunde, wenn sie den technischen Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml übersteigen.


 

Wo werden die Trinkwasserproben entnommen?

Grundlage für die Probenahmen ist die DIN EN ISO 19458 sowie das DVGW-Arbeitsblatt W551. Diese Regelwerke sehen folgende Entnahmestellen für die orientierende Trinkwasseruntersuchung vor:

   An der Trinkwarmwasserleitung am Ausgang desTrinkwassererwärmers.

   Am Eingang der Zirkulationsleitung in den Trinkwassererwärmer.

   An der jeweils weitest entfernten Warmwasserentnahmestelle je Steigstrang.

 

Die Festlegung der Probenahmestellen treffen wir gemäß UBA Empfehlung durch hygienisch-technisch kompetente Mitarbeiter mit nachgewiesener Qualifikation. Bei Trinkwasser-Installationen mit vielen Steigsträngen sind primär die Bereiche zu berücksichtigen, in denen das Wasser zum Duschen entnommen wird. Alternativ können auch alle Steigstränge beprobt werden. Der Unternehmer oder der sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation entscheidet, ob er eine qualifizierte Person mit der Festlegung der zu untersuchenden Steigstränge beauftragt oder ob er alle Steigstränge beproben lässt.

 

Vorbereitung für die Probenahme

Die Trinkwasserprobe muss am Speicher über ein spezielles Ventil genommen werden. Die erforderlichen und sog. Probenahmeventile müssen bei vielen Trinkwasseranlagen nachgerüstet werden. Die Probestelle ist vorher thermisch oder chemisch zu desinfizieren. Anschließend muss die Probe kurzfristig an ein akkreditiertes Labor zur Untersuchung gebracht werden, wo sie umgehend verarbeitet und zehn Tage bei 36°C in einem Klimaschrank gelagert wird. Sollte während dieser Zeit ein Bakterienwachstum erkannt werden, wird die Probe nachgeimpft. Danach wird das Ergebnis ausgezählt.

 

Probenahme

Die Probennahme darf nur durch für die Trinkwasseruntersuchung akkreditierte Labors erfolgen. Diese Labors werden auf Listen der zuständigen obersten Landesbehörden bekannt gemacht. Externe Probennehmer müssen in das Qualitätssicherungssystem des Labors eingebunden sein. In dem Arbeitsblatt  twin Nr. 06 des DVGW, Stand November 2011 werden die Anforderungen zur Durchführung der Probenahme zur Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen klar beschrieben. So sind z.B. der Name und die Qualifikation der fachkundigen Person zu dokumentieren, die die entsprechende Festlegung getroffen hat. In Frage kommen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, Fachplaner, Fachinstallateure und Labormitarbeiter. 


Ergebnis der Analyse

Wird bei der orientierenden Untersuchung der technische Maßnahmenwert von 100 KBE (koloniebildende Einheiten) je 100 ml Wasser unterschritten, werden keine weiteren Maßnahmen erforderlich. 

Bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen im Trinkwasser sind auch unterhalb der Schwelle der sofortigen Gefahrenabwehr zeitnah Maßnahmen vom Eigentümer, dem "Unternehmer oder sonstigen Inhaber" (UsI) einer Trinkwasser-Installation zu ergreifen.

    

Welche Kosten entstehen? Sind diese umlagefähig?

Die Kosten für die Begehung der Liegenschaft und den Einbau der Ventile sind nicht umlagefähig. Die Kosten, die durch die jährliche orientierende Legionellenuntersuchung des Trinkwassers anfallen, können als Teil der Betriebskosten grundsätzlich auf die Mieter umgelegt werden. 


Wir helfen Ihnen dabei. Fordern Sie Ihr persönliches Angebot per Mail oder Kontaktanfrage an.


 

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